PM-Features
nutzen
Umfangreiche Cachedatenbank
erstellen durch PQs
Der totale Ausfall von geocaching.com
nach einem Brand im Serverraum hat gezeigt, wie sehr das Hobby
Geocaching vom Internet abhängt. Dort werden schließlich die
Listings veröffentlicht, die wir zur Suche der Dosen
benötigen. Vorrangig auch geocaching.com, deren Server auch in
Normalfall nicht immer erreichbar sind. Besonders tritt dies am
Wochenende auf, wenn die ganze Welt ihre Wochenendtouren plant oder
danach loggt.
Glücklich kann sein, wer alle benötigen Cachedaten in einer
lokalen Datenbank gespeichert hat und so die meiste Zeit
unabhängig von den GC-Servern ist.
So kann man in Ruhe offline planen, auch im Urlaub, oder hat bei einem
erneuten Serverausfall die Caches seiner Homezone auf der eigenen
Festplatte.
Doch wie bekommt man ein lückenlose und umfangreiche Cachedatenbank auf den heimischen Rechner?
Wir könnten ja jetzt anfangen sämtliche Caches in
1000km Umkreis per Cachewolf zu spidern. Aber ist nicht nur ein
Verstoß gegen die Groundspeak-ToU sondern es dauert auch
elendig lange. Gleichzeit erzeugt eine Last auf den Groundspeak-Server,
was unsere Probleme mit der Erreichbarkeit nicht verbessern.
Also schlagen wir Groundspeak lieber mit seinen eigenen Waffen ein
Schnippchen: Pocket Queries.
Wir erhalten nach etwas Aufwand jede Menge PQs mit noch viel mehr
Caches, die wir in Cachedatenbanken wie Cachewolf oder GSAK laden
können.
Doch wie geht man dabei gezielt vor? Schließlich möchte man
möglichst viele Caches mit einer überschaubaren Anzahl
Queries abfragen.
Das gehen wir in diesem Tutorial durch.
Erstbefüllung
Für die
so genannte Erstbefüllung unserer Cachedatenbank
müssen wir einmalig in Ärmel hochkrempeln und unser
PQ-Limit von 40 PQs in der Warteschlange ordentlich
ausschöpfen.
Das ist zwar viel
Holz was dabei zusammen kommt, aber alles gemäß der
ToU.
Enizige Hürde,
die das Befüllen etwas langwierig macht, ist das
5-PQ-pro-Tag-Limit. Also kann die ganze Aktion ein paar Tage in
Anspruch nehmen bis ein kompletter Datenbestand in Eurem Mailfach
liegt.
Wenn ihr die unten
aufgeführten PQs nachbaut seit ihr bei ca. 25 einzelnen PQs,
die 5 Tage in Anspruch nehmen. Da man ja am Wochenende spontan mal eine
Tour-PQ braucht, wollen wir da ein paar PQ-Kapazitäten
freihalten. Die Ausführung der Queries legt man also am Besten
auf Mo-Fr. Oder wie man halt meint ;)
Als Ausgangspunkt kann
man entweder seine Homekoordinaten oder z.b. den Mittelpunkt des Landes
wählen. Z.B. N 51 09.900, E 10 27.317 für Deutschland
(eigentlich egal nach welcher Berechnungsgrundlage). Allerdings reicht
eine PQ maximal 500 Meilen, dies aber kreisförmig um den
Ausgangspunkt.
Mit Homezone in
Westdeutschland reichen meine PQs oft bis Hamburg im Nordern und
Frankreich im Westen. Aber bis Berlin komme ich damit nicht.
Das ist
natürlich auch alles eine Frage der Cachedichte. In dicht
bedosten Gebieten ist die flächenmäßige
Abdeckung einer PQ geringer als in dünn bedosten Regionen.
Ganz Deutschland in PQs
zu erfassen, ist insbesondere bei den drei Hauptcachearten Tradi, Multi,
Mystery ein schwierigeres Unterfangen, bei dem man mit Sicherheit noch
mehr PQs erzeugen lassen müsste.
Um eine
möglichste große Reichweite zu erzielen
(für den Fall der Fälle), aber auch alle Caches im
realistischen Nahbereich (für die normalen Touren) abzudecken,
bedienen wir uns eines Tricks. Wir fragen die Caches sowohl
getrennt nach Typ als auch nach Freischaltdatum ab.
Hier die erste PQ als Beispiel. Ihr findet den fett formatierten Text als Feld auf der Seite http://www.geocaching.com/pocket/gcquery.aspx wieder.
Füllt die entsprechenden Textfelder aus bzw. markiert die
jeweiligen (*) Optionen und setzt die entsprechenden [X] Häkchen.
Die wichtigsten Felder, die sich von PQ zu PQ ändern werden, sind grün formatiert.
Query Name PQ1 -
Tradis 2009
Days to Generate Ein Tag Eurer Wahl.
(*)
Uncheck the day of the week
after the query runs
Show me [500]
Caches of
(*) Selected types: [X] Traditional
Cache
(*) Any Container
That
[X] I haven't found
[X] I don't own
[X] Are
not on my ignore list (optional)
Within
(*) None
Selected
From
Origin (*) My Home
Coordinates
Within
radius of [9999]
(*)mi
Placed
during (*) between January/01/2009
and December/31/2009
Die zweite PQ gilt
entsprechen nur für die Caches aus dem Jahr
2008:
Query Name PQ2 -
Tradis 2008
Days to Generate Ein Tag Eurer Wahl.
(*)
Uncheck the day of
the week after the query runs
Show me [500]
Caches of
(*) Selected types: [X] Traditional
Cache
(*) Any Container
That
[X] I haven't found
[X] I don't own
[X] Are
not on my ignore list (optional)
Within
(*) None
Selected
From
Origin (*) My Home
Coordinates
Within
radius of [9999]
(*)mi
Placed
during (*) between January/01/2008
and December/31/2008
In dem Schema erstellt ihr auch
die PQs 3-5:
PQ3 - Tradis 2007
PQ4 - Tradis 2006
PQ5 - Tradis 2005
Für die Caches von 2004 und älter reicht sicher eine
PQ aus, so viele sind das ja nicht mehr.
Es sei den in Eurer Region liegen noch viele alte Schätzchen, dann könntet ihr ja die Suche noch verfeinern.
(Ab hier alle PQ-Beispiele in Kurzform, nur noch die Änderungen zur ersten PQ werden angegeben.)
Query Name PQ6 -
Tradis bis2004
(*) Selected types:
[X] Traditional Cache
Placed
during (*)
between January/01/1994
and December/31/2004
Für
die Multis und die Unknowncaches
verfahren wir identisch:
Query Name PQ7 -
Multis 2009
(*) Selected types:
[X] Multi-cache
Placed
during (*)
between January/01/2009
and December/31/2009
PQ8 - Multis 2008
PQ9 - Multis 2007
PQ10 - Multis 2006
PQ11
- Multis 2005
PQ12
- Multis bis 2004
Query
Name PQ13 -
Unknows 2009
(*) Selected types:
[X] Unknown Cache
Placed
during (*)
between January/01/2009
and December/31/2009
PQ14 -
Unknowns 2008
PQ15 - Unknowns 2007
PQ16 - Unknowns 2006
PQ17
- Unknowns 2005
PQ18
- Unknowns bis 2004
Für die "weniger beliebten" Cachetypen brauchen
wir auch weniger PQs.
Bei den virtuellen und Webcam-Caches ist es besonders einfach, die
dürfen ja seit ein paar Jahren nicht mehr neu eingestellt
werden. Ich denke mal, dass es in Deutschland und Umgebung keine 500
Caches dieser Art mehr gibt
Query Name PQ19 -
Virtuals
(*) Selected types:
[X] Virtual Cache
[X] Webcam Cache
Placed
during (*) None Selected
Earthcaches,
Letterboxen und WherieIGo sind hingegen eine noch einstellbare Cacheart und
erfreuen sich durchaus einer gewissen Beliebtheit.
Am stärksten
vertreten sind die Earthcaches. Für diese erstellen wir mehrere
PQs, da allein 2008 fast 500 Es in Europa freigeschaltet wurden
Bei den Whereigos kommt
man mit einer PQ locker bis nach UK, CZ und Ö'reich.
Query Name PQ20 -
Earthcaches bis 2007
(*) Selected types:
[X] Earthcache
Placed
during (*)
between January/01/1994
and December/31/2007
Query
Name PQ21 -
Earthcaches 2008
(*)
Selected types: [X] Earthcache
Placed
during (*)
between January/01/2008
and December/31/2008
Query
Name PQ21 -
Earthcaches 2009
(*)
Selected types: [X] Earthcache
Placed
during (*)
between January/01/2009
and December/31/2009
Query
Name PQ23 -
WhereIGos
(*) Selected types:
[X] Whereigo Cache
Placed
during (*) None Selected
Was die
Letterboxen betrifft, reicht sicher eine PQ aus, jenach dem welchen
Ausgangsort man wählt. Ggf. zerlegt man das auch in zwei
Zeiträume oder
Query Name PQ23 -
Letterbox
(*) Selected types:
[X] Letterbox Hybrid
Placed
during (*) None Selected
Die Events
(Event, CITO, Mega) und den ganzen Rest haben wir aber nicht vergessen.
Project APE Cache und
GPS Adventures Exhibit gibt es ebenfalls nicht mehr, vor allem nicht in
& um Deutschland.
Während es auch
keinen Sinn macht in Events, die nur an einem Tag oder Wochenende
loggbar sind, in eine statische Datenbank auf zunehmen.
Datenbank ergänzen
Jetzt hat man
sich einmal die Arbeit gemacht, einen umfangreichen Datenbestand zu
schaffen. Der wird aber morgen schon unvollständig sein. Jeden Tag
kommen nun neue Caches hinzu.
Diese lasse ich mir wochenweise zuschicken und lade sie in die
Datenbank hinzu. So sind zumindest in der Homezone immer alle neusten
Caches dabei,
Meine Ergänzungs-PQ sieht so aus:
Query Name Neue im Umkreis
Days to Generate Ein Tag Eurer Wahl.
(*) Run this query every week on the days checked
Show me [500]
Caches of
(*) Any type
(*) Any Container
That
[X] I haven't found
[X] I don't own
[X] Are
not on my ignore list (optional)
Within
(*) None
Selected
From
Origin (*) My Home
Coordinates
Within
radius of [9999]
(*)mi
Placed
during (*) the last week
Wer
wieder einen möglichst großen Bereich erfassen möchte,
kann mehere PQs zur wöchentlich Bearbeitung einstellen. Zum
Beispiel
Neue Tradis+Earthcaches
Neue Multis+Letterboxen
Neue Unknowns+Whereigos
oder beliebige Kombinationen daraus.
Andere als die genannten Cachetypen werden ja nicht mehr
veröffentlicht bzw. Events sind zur Vorratsdatenspeicherung
uninteressant.
Außerdem lade ich jede anderweitig erzeugte PQ, z.B. von geplanten Touren etc., auch in die Datenbank. Doppelt gemoppelt hält besser
Sonstiges
Wir haben nun
eine schnell wachsende Datenbank mit Unmengen an Cacheinformationen
geschaffen. Leider hat sie zwei Schönheitsfehler.
1. Es fehlen alle Abbildungen des Listings.
Das können wichtige Spoilerbilder sein oder gar die
Rästelbilder eines Multis/Mysterys. Übertragen werden in
GPX-Dateien der Pocket Query ausschließlich die Eckdaten und der
Text des Listings. Die Bilder bleiben ausschließlich im Internet
verfügbar. Das ist besonders blöd, wenn man unterwegs auf das
Spoilerbild angewiesen ist oder ohne Internetzugang einen
Rästelcache lösen möchte.
Einzige Lösung ist wohl das Spidern dieser Abbildungen per
Cachewolf, Spoilersync, Geopic oder ähnlichen Programmen. Da
wären wir wohl aber wieder abseits der ToU.
2. Es fallen keine archivierten Caches aus der Datenbank.
Geladen werden zwar nur aktive Caches, aber zwischenzeitlich landet
bekanntlich ja auch der ein oder andere Cache im Archiv. Auf GC.com
tauschen diese dann nicht mehr in der Suche auf, wohl aber in unserer
lokalen Datenbank. Schlimmstenfalls plant man also einen bereits archivierten Cache zur Suche in.
Lösung: Falls möglich prüft man bei der Planung jeden
Cache einzeln im Internet nach bevor man sich auf die Suche macht. Dumm
nur wenn man keine Internetzugang hat oder eben die Server nicht
erreichbar sind.
Andere Lösung: Das entsprechende Attribut muss
regelmäßig durch die Datenbanksoftware per Abgleich mit
GC.com aktualisiert werden. Im Klartext bedeutet dies: Der aktuelle Zustand des Caches wird wieder gespidert!
ACHTUNG: Es kommen sehr schnell sehr hohe Datenmengen zusammen. Es
müssen u.U. locker 10.000 Caches gespidert werden. Aber das war je
eigentlich nicht Sinn und Zweck dieser Übung.